Weidetiere und Ihr Hund

Ihr Hund ist ein prima Begleiter im Urlaub in den Bergen. Wer den Sommerurlaub in Bayern, in Österreich oder in der Schweiz verbringt, der wird vermutlich auch den einen oder anderen Gipfel erklimmen. Die schöne Aussicht genießen und die klare Luft einatmen. Nicht selten begegnen Ihnen auf diesen Touren auch Weidetiere. Wie wird Ihr Hund in solchen Situationen reagieren?

 

Unterschiedliche Weidetiere

 

Bergwanderer und Weidetiere teilen sich oft den Lebensraum. Der Wanderweg führt direkt über das Weidegebiet, das über ein Drehkreuz oder ein Strom-Tor betreten werden kann. Und mit dem Wanderer dann auch so mancher Hund. Welche Arten von Weidetieren gibt es?

 

  1. Die Mutterkuhherde. Hier leben die Muttertiere mit ihren kälbern. Die Jungtiere geben sich manchmal recht neugierig, die Muttertiere haben aber einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Kommt der Mensch oder der Hund dem Kalb zu nahe, kann das Muttertier aggressiv werden.

 

  1. Die Jungtierherde: Junge Kühe geben sich oft übermütig und neugierig. Sie verfügen über einen starken Bewegungsdrang. Hierbei können sich Mensch und Hund verletzen.

 

  1. Die Kuhherde: Das sind meistens Kühe, die regelmäßig gemolken werden. Sie sind an Kontakte mit dem Menschen gewöhnt, weichen aber bei zu nahen Begegnungen zurück.

 

Tipps für die Begegnung mit Weidetieren

 

Bleiben Sie auf den Wanderwegen. Halten Sie Ihren Hund unter Kontrolle und führen Sie ihn in jedem Fall an der Leine. Die Distanz zu den Weidetieren sollte 20 Meter nicht unterschreiten. Versuchen Sie nicht die Kälber zu streicheln.

 

Drohgebärden einer Kuh

 

Lernen Sie bestimmte Drohgebärden einer Kuh richtig deuten, bevor es zu einem Konflikt kommt. Sie können auf diese Weise viele Probleme im Vorfeld verhindern. Rinder bleiben bei einer Begegnung mit Hunden oft stehen und fixieren das Ziel.

 

Im nächsten Schritt neigen Sie dazu den Kopf zu senken, in die Knie zu gehen und zu schnauben. Rinder können vergleichsweise schlecht sehen, sie versuchen das andere Tier zu erschnuppern. Meistens geht das Rind erst ein paar langsame Schritte auf das andere Tier zu, bevor es losläuft.

 

Wenn es zu einem Angriff kommt

 

Will eine Kuh ihren Nachwuchs verteidigen, dann kann es auch passieren, dass sie zum Angriff übergeht. Dieser kann sich gegen den Hund, aber auch gegen den Menschen richten. In diesem Fall kann es eine Option sein, dass Sie den Hund von der Leine lassen. Er kann dann flüchten und meistens ist er auch schneller als die Kuh.

 

Laufen Sie selbst nicht davon. Weichen Sie langsam und in Ruhe ein zwei Schritte zurück, um der Kuh zu signalisieren, dass Sie ihr Territorium respektieren. Auf diese Weise können Sie sich aus der Gefahrenzone entfernen. Im schlimmsten Fall können Sie der Kuh mit dem Wanderstock einen gezielten Schlag auf die Nase verpassen. Vermeiden Sie es, mit dem Wanderstock vor der Kuh herumzufuchteln. Kehren Sie der Kuh niemals den Rücken zu.

 

Bleiben Sie in jedem Falle immer ruhig und versuchen Sie, hektische Bewegungen zu vermeiden.