Hundepsychologie: Für eine bessere Kommunikation zwischen Hund und Mensch

Psychologen arbeiten nicht nur in Kliniken oder in der klinisch orientierten psychologischen Beratung. Sie kommen auch im Personalwesen, beim Arbeits- und Gesundheitsschutz, in Schulen oder der Lernförderung zum Einsatz. Und dann gibt es auch die Hundepsychologie. Diese konzentriert sich auf das Verhalten von Hunden und die daraus resultierende Kommunikation zwischen Menschen und Hunden.

 

Fehlverhalten und Missverständnisse

 

Ein Hund verhält sich nicht so, wie der Mensch sich das wünscht? Oft sind Missverständnisse in der Kommunikation zwischen dem Menschen und dem Hund die Ursache. Denn Zweibeiner und Vierbeiner kommunizieren unterschiedlich. Der Mensch konzentriert sich auf den Inhalt der Worte, der Hund nimmt vor allem den Tonfall wahr.

 

Der Hundepsychologe als Übersetzer

 

Der Hund versucht mit dem Menschen so zu kommunizieren, wie er es mit Artgenossen tun würde. Er kann auch gar nicht anders. Der Tierpsychologe ist dann als eine Art Übersetzer zu verstehen, der die Kommunikation des Vierbeiners verständlicher macht.

 

Wann kommt die Hundepsychologie zum Einsatz?

 

Wenn der Hund ein Verhalten zeigt, das für den Menschen zum Problem wird, dann kann die Hundepsychologie sinnvoll sein. Hier einige Beispiele:

 

  • Der Hund zerstört das Mobiliar der Wohnung
  • Er zeigt beim Spaziergang Aggressivität gegenüber Kindern oder Radfahrern
  • Der Hund zieht stark an der Leine
  • Er ist unsauber
  • Der Hund ist ängstlich und schreckhaft
  • Er leidet an Trennungsangst

 

Die Grundsätze der Hundepsychologie

 

Ein guter Hundepsychologe arbeitet nach den folgenden fünf Grundsätzen.

 

  1. Der Hund braucht klare Regeln und eine eindeutige Rangordnung.

 

  1. Der Gehorsam des Hundes wird über positive Assoziationen erreicht, nicht über die Angst

 

  1. Gewalt ist im Kontext der Hundepsychologie tabu

 

  1. Gewünschtes Verhalten wird über positive Erfahrungen oder Belohnungen erreicht

 

  1. Geduld gilt als die wichtigste Tugend der Hundepsychologie

 

Erkenntnisse aus der Hundepsychologie

 

Wie intelligent ist ein Hund eigentlich? Hundepsychologen vergleichen die Intelligenz des Vierbeiners mit der eines ungefähr zweijährigen Kindes. Hunde können dazu in der Lage sein, zu Zählen und 150 verschiedene Wörter zu unterscheiden.

 

Hunde träumen im Schlaf. Das können Sie daran erkennen, dass der Vierbeiner Geräusche macht oder mit den Pfoten zuckt. Ganz ähnlich wie beim Menschen, haben auch Hunde unterschiedliche Schlafphasen. In der Traumphase ist der Körper am aktivsten. Als Hundehalter müssen Sie nicht besorgt sein, wenn Ihr Hund im Schlaf winselt oder zuckt. Er träumt dann vielleicht von der nächsten Mahlzeit oder einem Ausflug in die Natur.

 

Hunde können die Tonlage der menschlichen Stimme verstehen. Hundepsychologen haben herausgefunden, dass die Reaktion des Hundes unterschiedlich ausfällt, wenn sein Name in unterschiedlichen Stimmlagen gerufen wird. Rufen Sie in einer strengen Tonlage, so kommt der Hund eher ängstlich zu Ihnen, in einer liebevollen Tonlage wird er mit dem Schwanz wedeln.

 

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Hundepsychologie ein interessantes Arbeitsfeld ist, das wichtige Erkenntnisse liefern kann, die dabei helfen, dass Mensch und Hund sich besser verstehen lernen.

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