Die Geburt von Welpen

Für eine gesunde Geburt ist ein physisches und psychisches Gleichgewicht der Hündin eine gute Voraussetzung. Vermeiden Sie unnötige Aufregungen und Störungen des Muttertiers. Viele Störungen bei der Geburt junger Hunde sind darauf zurück zu führen, dass dieses Prinzip nicht beachtet worden ist.

Der Gang zum Tierarzt ist bei Auftreten der Schwangerschaft meistens nicht nötig. Auch dieser kann das Tier nervös machen.

 

Vorbereitung für die Geburt

Bereiten Sie einige Tage vor dem Wurftermin eine stabile Wurfkiste vor. Die Hündin kann sich an diese dann schon gewöhnen. Gestalten Sie die Kiste groß genug, dass die wachsenden Welpen viel Raum darin finden. Statten Sie die Wurfkiste mit hohen Seitenwänden aus, um Zugluft fernzuhalten.

Stellen Sie die Wurfkiste nicht direkt auf den Boden, dann vermeiden Sie Bodenkälte.

Ein Teil der Kistenwand darf niedriger ausfallen, so dass die Hündin hier gut ein- und aussteigen kann. Einige Hündinnen fühlen sich in einer abgedeckten Kiste wohl. Dies hat dann den Charakter einer Höhle. Statten Sie die Wurfkiste mit Handtüchern, Matratzenunterlagen oder Fußmatten als Einlage aus.

Die Unterlage sollte nicht rutschig sein, der Nachwuchs möchte ja auch laufen lernen. Vermeiden Sie kleine, lose Gegenstände, das könnte die Welpen beim Atmen behindern.

 

Die Geburt

Die Öffnungsphase der Geburt kann zwischen sechs und zwölf Stunden dauern. Wenn sich der Gebärmuttermund öffnet und schleimiges Sekret abgesondert wird, beginnen auch die Wehen. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn die Hündin in dieser Phase die Aufnahme von Nahrung verweigert.

Es kann auch vorkommen, dass sich die werdende Mutter in dieser Zeit erbricht.

In der Austreibungsphase wird durch die Wehentätigkeit der erste Welpe durch den Geburtskanale geschoben. Die Fruchtblasen können schon im Geburtskanal reißen.

Oder sie werden von der Hündin durch Beißen und Lecken geöffnet, wenn der Welpe ins Freie tritt. Manchmal ist hier auch menschliche Hilfe nötig. Greifen Sie aber auch nicht zu früh ein.

 

Wie lange dauert die Geburt?

Weibliche Hunde verfügen über zwei Gebärmutterhörner. Mehrlingsgeburten werden abwechselnd aus beiden Hörnern geboren. Es können also auch zwei Welpen fast gleichzeitig zur Welt kommen.

Der gesamte Vorgang der Geburt kann durchaus mehrere Stunden dauern. In seltenen Fällen erstreckt sich dieser Zeitraum über 24 Stunden.

 

Die Nachgeburt

In der Regel tritt die Nachgeburt innerhalb von 15 Minuten auf. Bei einer verhaltenen Nachgeburt kann es zur Gebärmutterinfektion kommen, die auch tödlich enden kann. Ein dunkelroter bis braunroter Ausfluss nach der Geburt ist ein Signal, dass die Nachgeburten komplett ausgeschieden sind.

Ein brauner oder grünlicher Ausfluss kann ein Hinweis auf eine Infektion sein. Bei anhaltender Appetitlosigkeit und lethargischem Verhalten nach der Geburt sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

 

Die Kolostralmilch

Lassen Sie die Welpen möglichst bald am Gesäuge trinken. Durch die Kolostralmilch wird die Abwehrkraft eines Welpen gestärkt.

Sie hat auch eine schützende Funktion gegen Infektionen. Die Kolostralmilch wird nach wenigen Tagen durch die normale Muttermilch ersetzt.

 

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