Der Bullmastiff: Ein Wach- und Schutzhund

Der Name „Bullmastiff“ lässt sich von den Old English Bulldoggen und den Old English Mastiffs ableiten. Ob es sich beim Bullmastiff tatsächlich um eine gezielte Kreuzung zwischen den beiden Hunderassen handelt, ist jedoch umstritten.

 

Die Entstehungsgeschichte des Bullmastiff

 

Es gibt verschiedene Theorien darüber, wie die Hunderasse Bullmastiff entstanden ist. Neben der möglichen Kreuzung aus Bulldoggen und Mastiffs wird auch eine direkte Abstammung vom Gameskeeper´s Night Dog diskutiert. Möglicherweise war auch das Bedürfnis im 18. Jahrhundert, größere Hunde für Bullenkämpfe einzusetzen, der Grund für die Züchtung.

 

Vielfältige Typen des Bullmastiff

 

Das Bild der Entstehung des Bullmastiffs wurde im Verlauf des 19. Jahrhunderts immer klarer. Bis zu dieser Zeit traten immer neue Farbvariationen des Hundes auf. Auch die Größe und das Gewicht des Bullmastiff waren vielfältig. Im Laufe des 19. Jahrhunderts gab es Bemühungen, die Rasse nach bestimmten Kriterien zu optimieren. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich zunehmend ein einheitliches Erscheinungsbild. Im Oktober 1927 wurde der große Hund erstmals in das britische „Register of Breeds“ aufgenommen. Die Anerkennung als eigenständige Rasse erfolge bereits 1924.

 

Ein begabter Schutzhund

 

Eine der Hauptaufgaben des Bullmastiff war der Schutz vor skrupellosen Wilddieben. Bei Angriffen von Seiten der Wilddiebe kam es bisweilen sogar zu tödlichen Angriffen auf die Wildhüter. Große, wendige und schnelle Hunde waren deshalb für den Schutz gefragt. Diese sollten gleichzeitig über ein ausgeglichenes Wesen verfügen, um auch in den Nächten souveränen Schutz zu bieten.

 

Das ruhige Wesen des Bullmastiff

 

Der Bullmastiff ist gut dazu in der Lage, Gefahrensituationen selbständig einzuschätzen. Er legt bei Aufregung die Stirn in Falten, statt wild zu bellen. Er hat ein starkes Selbstbewusstsein und ordnet sich dem Hundehalter gerne unter. Gute Erziehung kann aus ihm auch einen kinderlieben Familienhund machen. Mit entsprechender Sozialisation hat er auch keine Probleme mit Artgenossen. Der Bullmastiff kann auch ganz entspannt seine Stunden auf dem Sofa oder dem Hundebett verbringen. Trotz seiner Größe kuschelt er sich auch gerne einmal auf den Schoß eines Menschen. Der Riese ist ein ruhiges Tier, das nicht überdurchschnittlich viel Bewegung benötigt.

 

Die Anschaffung eines Bullmastiffs

 

Der Bullmastiff ist schon aufgrund seiner Größe kein Einsteigerhund. In der Wohnung benötigt er schon etwas Platz und der Transport in einem Kleinwagen kann zur Herausforderung werden. Sie sollten fachkundig und hundeerfahren sein, wenn Sie darüber nachdenken, sich einen Bullmastiff anzuschaffen. In Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg und Bayern steht der große Hund auf der Liste der gefährlichen Hunderassen. Für die Anschaffung eines gesunden Bullmastiffs beim Züchter müssen Sie mit einer Investition von rund 1000 Euro rechnen.

 

Die Erziehung des Bullmastiffs

 

Wer diesen großen Hund nicht schon im Welpenalter konsequent erzieht, bekommt beim ausgewachsenen Hund möglicherweise Probleme, das große Tier in den Griff zu bekommen. Bereiten Sie den Riesen darauf vor, ein verlässlicher Begleithund zu werden. Der Bullmastiff neigt manchmal dazu, stur und eigenwillig zu werden. Erziehen Sie ihn mit Belohnungen, Stress und Gewalt sind beim Bullmastiff kaum hilfreich. Der Besuch einer Hundeschule ist gewiss kein Fehler. Hierbei kann er auch die soziale Interaktion mit anderen Hunden gut erlernen.

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