Der Border Collie

Er gilt schon als ein ganz besonderer Hund: Der Border Collie. Er verfügt über einen sehr athletischen Körperbau und ist darauf gezüchtet, mit seinem Schäfer zu interagieren. Er wirkt äußerlich ansprechend und verfügt über ein sensibles Wesen. Im Hundesport belegen die Border Collies oft die Spitzenplätze aber auch in den Tierheimen liegen sie auf den vorderen Rängen der Tiere, die wegen Überforderung abgegeben wurden.

 

Der Koppelgebrauchshund

 

Als Koppelgebrauchshund war es die Aufgabe des Border Collies auf den weitläufigen Flächen von England die Schafe zusammen zu treiben. Er war auf diesem Gebiet ein außerordentlicher Spezialist. Mit angespanntem Körper, konzentrierter Rute hat er mit seinem wachen Blick die Schafe stets im Auge. Auch im Einsatz beim Vieh leistet er hervorragende Arbeit. Trotz seines freundlichen Wesens wird die Hundehaltung beim Border Collie manchmal sehr schwierig.

 

Ein Arbeitshund

 

Der Border Collie ist ein Arbeitshund. Entsprechend benötigt er auch viel Auslastung. Es ist allerdings ein Irrtum, dass der Border Collie rund um die Uhr beschäftigt sein muss. Er benötigt jedoch Aufgaben, die ihn auslasten. Ein Schäfer setzt seinen Hund auch nur dann ein, wenn er wirklich benötigt wird. Der Border Collie kann durchaus auch für einige Zeit „arbeitslos“ sein.

 

Das richtige Beschäftigungsprogramm

 

Bei der Beschäftigung des Border Collies sollte es nicht um die Quantität gehen. Die Idee, er müsse permanent „bespaßt“ werden, ist ein Irrtum. Das wird auch anderen Hunden oft zu viel. Für diesen Vierbeiner wird dies zu einer Überforderung. Er benötigt eine herausfordernde Arbeit, aber dazwischen auch seine Ruhezeiten. Orientieren Sie sich an diesem Konzept.

 

Der Border Collie als Jagdhund

 

Eigentlich ist der Border Collie ein Hütehund. Aber hinter jedem Hüte-Verhalten steckt auch der Jagdinstinkt. Die Aufgaben eines Hütehundes entsprechen im Grunde genommen seinem Jagdinstinkt. Allerdings wurden die Sequenzen des „Packens und Tötens“ aus diesem Instinkt herausgezüchtet. Als Hütehund läuft er einen großen Bogen um seine „Jagdbeute“ und treibt dann auf die Tiere zu. Also genau wie auf der Jagd. Dabei arbeitet er stets kooperativ mit seinem Hundehalter.

 

Wenn der Border Collie nicht jagen darf

 

Zu einem Problemhund kann der Border Collie werden, wenn er seinen angezüchteten Instinkten nicht mehr folgen kann. Wenn er eben keiner Arbeit nachgehen kann, die ihm entspricht. Dann kann es schon einmal vorkommen, dass er seinen Jagd- bzw. Hüte-Instinkt an anderen Menschen oder sogar an Kindern auslässt.

 

Schnelle Reaktion auf akustische und optische Reize

 

Diesem Hund entgeht kein Schaf, das in weiter Entfernung flüchtet. Und er reagiert auch stets auf die Pfiffe seines Hundehalters. Auch wenn diese weit entfernt abgegeben werden. Er ist also äußerst sensibel für optische und akustische Reize.

 

Im Alltag kann das auch ein Problem sein: So kann auch ein Jogger seine Instinkte wecken. Und wenn an Silvester das Feuerwerk knallt, dann kommt es zu einer regelrechten Reizüberflutung für das sensible Tier. Der Border Collie ist darauf trainiert, schnell zu reagieren. Und so müssen Sie damit rechnen, dass er von einer Sekunde auf die nächste „hochfährt“, wenn die entsprechenden Reize ihn triggern.