Apportieren trainieren

Die Kunst des Apportierens ist fast jedem Hund angeboren. Ursprünglich kommt der Begriff aus der Jagd. Der Hund brachte das erlegte Wild zum Jäger. Mittlerweile wird das Wort etwas weiter gefasst. Wir verstehen unter dem Apportieren das Heranbringen von beliebigen Gegenständen.

Das können etwa Bälle sein, ein Spielzeug oder Dummys. Obwohl das Apportieren den meisten Hunden im Blut liegt, benötigt es ein gewisses Training.

 

Die Hilfsmittel für das Apportieren

Das Apportiertraining setzt keinen großen Aufwand voraus. Sie benötigen nur einen Wurfgegenstand oder einen Dummy. Dieser Gegenstand sollte keine scharfen Kanten haben und auch nicht verschluckt werden können. Nach Möglichkeit sollte dieser Gegenstand nicht als frei verfügbares Spielzeug eingesetzt werden. Der Hund kann so leichter den Unterschied zwischen dem üblichen Spiel und der Übung unterscheiden.

Natürlich sind auch Leckerlis eine Hilfe, mit denen Sie den Hund nach der gewünschten Ausführung seiner Arbeit belohnen können. Das steigert seine Motivation.

 

So läuft das Training ab

Der Ablauf der Übungen ist in drei Schritte zu gliedern:

  1. Der Dummy wird aufgenommen
  2. Der Dummy wird zurückgebracht
  3. Es erfolgt die Übergabe an den Hundehalter

Für jede dieser drei Handlungen wird ein individuelles Kommando eingesetzt. So etwa „Apport“ beim Holen des Gegenstandes und „Aus“ für das Übergeben. Es ist auch ein guter Rat, ein Kommando für eine falsche ausgeführte Handlung einzuführen. Somit kann der Hund die Unterschiede zwischen „richtig“ und „falsch“ leichter verstehen.

Belohnen Sie den Hund bei jeder richtig durchgeführten Handlung mit einem Leckerli. Diese Belohnungen dürfen ruhig hochwertig sein, das steigert die Motivation des Vierbeiners.

 

Einige Tipps für die Apportierübungen

  • Lenken Sie etwas Aufmerksamkeit auf den Dummy, bevor Sie ihn abwerfen. Das weckt das Interesse des Hundes an dem Gegenstand.
  • Sie können den Hund zu Beginn des Trainings mit einer Schleppleine sichern. Somit vermeiden Sie, dass er mit dem Dummy davonrennt. Beginnen Sie das Training in einer ablenkungsarmen Umgebung.
  • Loben Sie Ihren Hund, nachdem er den Gegenstand aufgenommen hat. Dann locken Sie Ihn mit freundlicher Stimme zu sich.
  • Nehmen Sie dem Hund die Beute nicht sofort ab. Er soll ruhig einige Zeit mit seiner Trophäe herumlaufen. Auch diese Zeit können Sie mit einer Leckerei belohnen.
  • Sie können einen zweiten Gegenstand schon auswerfen, während der Hund sich mit dem Dummy zu Ihnen bewegt. Der Hund erkennt, dass es nicht nötigt ist, den Gegenstand in Sicherheit zu bringen. Er lernt auch, dass es sich lohnt, mit dem Dummy zu Ihnen zu kommen.
  • Am Ende der Trainingseinheit darf der Hund etwas Futter bekommen. Vielleicht trainieren Sie auch mit einem Futterbeutel? Dann darf der Hund diesen aufessen. Auf diese Weise senkt sich der Zustand der Erregung. Sie können den Apportiergegenstand dann in Ruhe einpacken. Zeigen Sie dem Hund, dass das Training nun zu Ende ist.

 

 

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